Outdoorküche selber planen und bauen

Vor dem Kauf oder Bau einer Außenküche, solltest Du einige grundsätzliche Fragen klären. Gute Planung ist auch bei der Outdoorküche der Schlüssel zum Erfolg und vermeidet lästige Fehler und Korrekturen im Nachgang. Hier die wichtigsten Fragen und Kriterien, die Dir helfen werden, Deinen Traum umzusetzen:

Fragen zum Thema Outdoorküche

  1. Wo ist der ideale Standort für eine Sommerküche bzw. Außenküche?
  2. Welche Materialien sollen zum Bau der Outdoorküche verwendet werden bzw. dominieren?
  3. Welche Form und Größe soll die künftige Außenküche haben?
  4. Was für einen Energieträger willst Du einsetzen?
  5. Welche Geräte sollen in Deiner Outdoorküche Verwendung finden?

Wo ist der ideale Standort für eine Sommerküche bzw. Außenküche?

Unabhängig davon, ob Du mit Holzkohle, Strom oder Gas arbeiten kochst und grillst – Du willst möglich trocken und windgeschützt arbeiten. Suche Dir daher eine geschützte Stelle, direkt am Haus oder im Gartenbereich aus. Du kennst am besten die „Wetterseite“ und weißt, wo der Wind herkommt. Berücksichtige bitte auch, daß sich Deine Nachbarn nicht durch Rauch belästigt fühlen. (oder lade sie doch gleich zur Einweihung der neuen Sommerküche ein) Gerade, wenn auch ein Backofen oder eine Räuchereinheit integriert werden sollen, ist über längere Zeit mit Rauch zu rechnen – denke bitte daran! Manchmal braucht man aber auch einfach nur warten, bis der Wind „richtig“ steht. ?

Ich persönlich hatte das Glück, eine Mauer auf der Grundstücksgrenze, gleich neben dem Haus nutzen zu können. Natürlich kannst Du Dir auch einen Windschutz mauern oder fertige Elemente aus Holz aufstellen. Diese dienen dann auch als Sichtschutz, wenn Dir das angenehmer ist. Beachte bitte auch, daß Du beim Kochen und Grillen den Kontakt zu Deinen Gästen nicht verlierst. Das heißt, wenn möglich sollte deine Blickrichtung z.B. zur Terrasse liegen, um die Kommunikation zu erleichtern. Besser noch, wenn der Sitz- und Essbereich gleich integriert ist. Beim Kochen und Grillen zu zuschauen ist immer toll und macht richtig Appetit. Denke daran, daß das Wetter nicht immer kalkulierbar ist. Eine Überdachung der Aussenküche macht also immer Sinn. Wenn Du nichts festes installieren kannst oder willst, sieh zumindest Befestigungspunkte für einen Sonnensegel oder einen großen Terrassenschirm vor. (z.B. Bodenhülse zum Einsetzen des Schirms) Wichtig ist auch, daß der Untergrund im Umfeld der Aussenküche einiges aushält. Einige Terrassenplatten oder Zierkies sind mit Sicherheit robuster als Zierrasen. Denke daran, daß ab und an auch mal Fettspritzer, Ketchup oder Rotwein auf dem Boden landen. Also wähle einen pflegeleichten, unempfindlichen Bodenbelag, der Dir keine unnötige Arbeit macht.

Welche Materialien sollen zum Bau der Outdoorküche verwendet werden bzw. dominieren?

Wenn schon, dann richtig! In unseren Breiten ist Mauerwerk und Stein immer eine gute Wahl. Einmal gebaut und nie wieder Stress. Insofern ist es gut, beim Kauf oder Bau einer Aussenküche auf Witterungsbeständigkeit zu setzten. Module aus Beton oder Granit sind unverwüstlich. Wenn das Ganze mit Edelstahlkomponenten ergänzt wird (Edelstahlgrill etc.), kann nicht mehr viel passieren. Willst Du aus dekorativen Gründen mit Holz arbeiten z.B. als Rahmen oder für Türen (Stauraum), ist eine Überdachung wieder die beste Variante. Ich habe z.B. eine Holzkonstruktion für meine Überdachung mit Tonziegeln gebaut und die Türen für die „Unterschränke“ der Outdoorküche aus Leimholz gebaut. Mit Lasur geschützt, kann auch da nicht viel passieren. Aber alle 2-3 Jahre sollte man doch mal drüber streichen, damit alles ansehnlich bleibt. gemauerte Aussenküche mit Holztüren und Überdachung Falls Du eine Überdachung anbringst, denke an genügend Abstand zur Feuerstelle nach oben. Bei meiner Überdachung, die aus Ziegeln und normaler Holzlattung besteht, passiert auch bei „Vollbrand“ nichts, da die Hitze gut weg kann. Die Arbeitsflächen der Outdoorküche neben dem Grill habe ich mit Feinsteinzeug gefliest. Das ist sehr pflegeleicht und frostbeständig. (beim Kauf unbedingt darauf achten!) Der Wandanschluß ist mit einer Silikonfuge (Dehnungsfuge) abgedichtet. Somit kann auch im Extremfall kein Wasser hinten eindringen und anschließender Frost Schaden anrichten. Denke bitte auch an einen Strahlungsschutz (Hitze) an der Wand. Dafür kann man ein rostfreies Blech (z.B. Tränenblech) aus Edelstahl oder Aluminium bzw. auch eine schöne Granitplatte verwenden.

Welche Form und Größe soll die künftige Außenküche haben?

Das kommt natürlich auf die örtlichen Gegebenheiten an. Bei mir war nur eine Zeile möglich. Bewährt hat sich aber auf jeden Fall auch eine U-Form, da man hier kurze Wege hat und alles super anrichten kann. Eine Winkelform als „L“ ist ebenfalls recht praktisch. Wenn man von allen Seiten Zugang haben möchte, ist man nach allen Seiten offen und könnte ggf. mit einem Windschutz aus Holz (Paravent) oder einer Hecke als Begrenzung arbeiten. Der Arbeitsbereich sollte aber auch dann überdacht oder überdachbar sein, (Sonne, Regen) um bei jedem Wetter entspannt arbeiten zu können. Ich persönlich nutze meine Aussenküche auch im Winter. Gerade wenn es sehr fettig und rauchig zugeht (Fisch, Steaks über Holzkohle) bin ich froh, draußen kochen zu können.

Was für einen Energieträger willst Du einsetzen?

Hier zählt in erster Linie: Was geht überhaupt? Gas geht immer. Gasflaschen gibt es an fast jeder Tankstelle (Pfandflaschen zum Füllen). Das Grillen und Kochen mit Gas ist sehr sauber und einfach, da die Hitze gut reguliert werden kann. Also prüfe bei Deiner Planung der Aussenküche, ob Du hohen Wert auf Schnelligkeit, Flexibilität und Bequemlichkeit legst. Dann ist eine Gas-Aussenküche eine gute Idee. Willst Du mit Strom kochen und grillen, brauchst Du „Kraftstrom“. Das heißt, hier müssen ggf. Kabel verlegt und ein fachmännischer Anschluß gesetzt werden. (analog normaler Herd in der Innenküche) Strom ist ebenfalls sehr komfortabel, hat aber mit Sicherheit nicht den ursprünglichen Charakter und Reiz der offenen Flamme, wie sie bei Gas und Holzkohle möglich ist. Das Ergebnis z.B. beim Grillen von Fleisch ist aufgrund der fehlenden (Rauch)Aromen nicht vergleichbar mit dem von offenen Feuer. Also: Holzkohle geht immer, wenn offenes Feuer und Rauch kein Problem sind. Nicht nur der Show-Effekt auch der Geschmack von Gegrilltem ist unvergleichlich. Ich nutze das Holzkohlefeuer mit Grillrost und Edelstahldeckel u.a. auch zum Heißräuchern von Lachs in der Outdoorküche – ein Hochgenuß, den Deine Gäste nicht so schnell vergessen werden. Aber wie schon gesagt: Entscheidend für die Wahl der Energie für die Sommerküche sind viele Kriterien – Lage, Vorlieben, Häufigkeit der Nutzung … Hier zum Vergleich einige Beispiele von Aussenküchen für Strom, Gas und Holzkohle.

Welche Geräte sollen in Deiner Outdoorküche Verwendung finden?


Zentraler Punkt der Aussenküche ist immer der Grill (aus Edelstahl!) Auf dem Grill kann man auch einen Topf zum Koche oder eine Pfanne zum Braten nutzen. Wer mehr will, kann auch Räuchern und Backen. Wenn der Platz es zuläßt, stelle Dir die Module Deiner Wahl zusammen. Früher oder später wirst Du Dich sonst ärgern, nicht gleich alles geplant zu haben. Auch wenn Du am liebsten nur grillst, wird Deine Liebste gern auch mal Brot oder leckere Pizza backen wollen – wetten? Also – Pizzaofen aus Stahl oder Beton-Modul mit einplanen! Heißräuchern geht mit Deckel über dem Grill und Räucherspänen recht einfach. Knete doch einfach mal Hackfleisch um einen Schaschlikspieß und räuchere das Ganze ca. 20 min heiß – ein Traum!

Viele Zubehörteile lassen sich auf verschiedene Weise nutzen. Der Rippchenhalter ist natürlich auch für ganze Fische, z.B. Doraden, bestens geeignet. Dreht man ihn um, passt auch ein großes Bratenstück gut hinein. Fisch im Rippchenhalter - Grillen in der Sommerküche

Weiteres Zubehör findest Du hier

Zur Startseite

Nach oben